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Produkte

So unterschiedlich die Stücke sind, die im Möbeldepot darauf warten, das gewisse Etwas in die Wohnung ihrer neuen Besitzer zu bringen, eines ist ihnen gemeinsam: Fernab von Einrichtungseinerlei und Asia-Massenware bestechen Teaktische, Sofaboxen, Metallsessel, Glasvitrinen oder Bücherregale durch ihre Originalität und Authentizität. Jedes der Möbelstücke, antiken Objekte und Accessoires strahlt unverkennbar die Leidenschaft aus, mit der sie in Ostasien aufgespürt und nach Europa verschifft werden, um hier auf Menschen zu treffen, die genau diese Individualität suchen. Apropos Individualität: Ausgefallene Antiquitäten und Vintage-Ware finden durch MD-Designmöbel perfekte Ergänzung. Hierfür wird altes Material – ob Türblätter, Tischfüße, Holzboote oder Torrahmen – ›recycelt‹, nach Entwürfen des Möbeldepots von lokalen Werkstätten in traditioneller Handwerkskunst umgearbeitet und in ungewöhnliches modernes Design verpackt. Patina meets Lifestyle sozusagen! Dass man nicht nur ein strenges Auge auf Qualität von Material und Ausführung wirft, sondern auch hinsichtlich der Produktionsbedingungen und der gerechten Entlohnung auf die Einhaltung hoher sozialer Standards achtet, erklärt sich da beinahe von selbst. Im Sinne einer Corporate Social Responsibility unterstützt das Möbeldepot daher auch kommunale Einrichtungen und lokale Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung.

Textilkultur im Möbeldepot

›ma té sai‹ bedeutet auf Lao ›Wo kommt es her?‹

Die Idee hinter der Vereinigung der ›Saoban‹ ist die faire Vermarktung einzigartiger Textilien aus Laos, um die traditionell hergestellten Handarbeiten gegen die Konkurrenz aus Thailand, Vietnam und China erhalten zu können. Die Stoffe verkörpern ein Stück laotischer Kultur und Lebensweise – und wurden von Menschen hergestellt, die stolz sind, ihre Fähigkeiten und Traditionen mit uns zu teilen. Mit dem Kauf der Stoffe wird ein regelmäßiges Einkommen und dadurch eine Verbesserung der Lebensumstände ermöglicht. Das Möbeldepot unterstützt und fördert die Weberinnen mit einem Teil des Erlöses, ihr traditionelles Handwerk weiter auszuüben und dadurch die kulturellen Werte auch an die folgenden Generationen weitergegeben zu können. Jedes Produkt ist also nicht nur schöne Webkunst, sondern auch ein Stück Identität, eine Geschichte von Jemandem, der sein Herz für diese Sache eingesetzt hat.

Die Technik der Seidenweberei in Laos und Thailand

Laos hat eine lange Geschichte in der Kunst der Seidenweberei, dennoch gibt es nur noch wenige Webereien die den gesamten Prozess des Gewinnens, Färbens und Verarbeiten beherrschen. Beim Spinnen werden sechs statt der üblichen vier feinen Fäden zu einem Seidenfaden mit der Hand verarbeitet. Die handgesponnene und -gefärbte Seide wird auf traditionellen Webstühlen Faden für Faden, Reihe für Reihe von Hand gewebt. Ein Blick auf die aufwändigen Muster genügt, um sich eine Vorstellung von dem handwerklichen Geschick der Werberinnen zu machen. Die Muster orientieren sich an historischen Motiven, die das Gute anziehen und das Böse abhalten … Das Möbeldepot hilft mit dem Erwerb der Seidenstoffe den Weberinnen einen bessern Lebensstandard zu ermöglichen.

Die Ikat Webkunst

Das Ikat oder Faden-Färbung ist eine alte indonesische Technik. Die Ikat Muster werden von Generation zu Generation weitergegeben und noch heute von mythischen Vorstellungen und Zeremonien begleitet. Die Ikat-Technik besteht darin, dass vor dem Durchziehen durch den Webstuhl die Baumwoll-Kette auf einem Ikatrahmen aus Bambus aufgespannt wird. Die Kettfäden und entsprechend dem gewünschten Muster werden mit Bambusbast abgebunden bzw. umwickelt (ikatiert). Knapp hinter dem Knoten wird der Bast abgeschnitten. Die abgebunden Stellen sind farbundurchlässig und bekommen keine Färbung. Bei mehreren Farben muss jeder Fadenstrang diverse Male so umwickelt und in Farbe eingetaucht werden. Nach dem Färben werden die Kettfäden auf den Webrahmen gespannt und gewebt. Das Weben selbst dauert je nach Größe des Tuches mindestens weitere 4 Wochen. Die gebräuchlichsten Textilien sind Endek (vor dem Weben gefärbte Fäden), die kostbarsten Songket (Goldtapeten) und Ikat. Die Stoffe entstehen zu Hause auf einfachen Webstühlen. Ein Ikat Stoff ist umso wertvoller, je öfter er dem Vorgang des Abbindens und Färbens unterzogen wurde. Das Möbeldepot unterstützt den Erhalt der traditionellen Ikat Webkunst und fördert in abgelegenen Dörfern die Einrichtung von Nähstuben oder den Ankauf von Webstühlen, um einen Beitrag zum Erhalt der Tradition zu leisten. Ein enormer Arbeitsaufwand der Wochen, Monate und manchmal sogar Jahre dauert.

Appliqué-Stoff aus Rajasthan

Rajasthan ist die Heimat von Werkstätten exquisiter und schöner Sorten traditioneller Textilien. Appliqué, eine Technik, bei der Stoffstücke zu Dekorationszwecken auf einen Grundstoff genäht werden – entwickelte sich aus den Möglichkeiten, die sich durch das Aufnähen von Flicken auf beschädigten Stoff ergaben. Die kühnen und dramatischen Wirkungen die mit Appliqué erzielt werden können, führten zur Übernahme dieser Handwerks Technik bei militärischen Organisationen – wurden aber auch von religiösen und mystischen Gruppen als Symbol der Armut und Entsagung verwendet. Die Appliqué Textilien vom Möbeldepot werden nach den überlieferten Verfahren hergestellt und ermöglichen vielen Menschen regelmäßige Arbeit und damit fixe Einkünfte, die den Lebensunterhalt sichern.

Patola oder Doppelikat aus Gujarat, Westindien

Bei dieser Webtechnik, bei der in einem auch als Doppelikat bekannten Verfahren sowohl Kett- als auch Schußfäden vor dem Weben in Abbindetechnik eingefärbt werden, wodurch interessante und typische Muster entstehen. Diese sehr aufwendige Technik hat ihren Ursprung im Norden Gujarats und hat von dort aus auch in Indonesien als höfische Bekleidung Bedeutung erlangt.Wegen der aufwendigen Herstellung – die Herstellung eines Saris dauert etwa einen Monat – handelt es sich bei Patola-Stoffen traditionell um sehr teure Produkte für eine entsprechend zahlungskräftige Kundschaft. Die Patola-Technik ist daher vom Aussterben bedroht und wird nur noch von sehr wenigen Familienunternehmen in Gujarat betrieben. Das Möbeldepot unterstützt diese Familien.

Bandhni

Das Sanskritverb ›bandh‹ bedeutet ›binden‹, und Bandhni bezeichnet eine sehr populäre Bindebatik, die kreis- bis quadratförmige Muster erzeugt. Diese einzelnen Kreise können sich wiederum zu größeren – figürlichen oder abstrakten – Mustern zusammenfügen. Je nach Anzahl und Feinheit der Verschnürungen und Grundmaterial gibt es bei Bandhni-Produkten eine sehr weite Preisspanne. In Indien sind diese Muster sehr beliebt – beispielsweise auf bunt gestalteten Saris – und aufgrund ihrer Erschwinglichkeit weit verbreitet. Die hochwertigen Bandhni-Stoffe werden in Gujarat und Rajasthan produziert.

Färbetechniken und natürliche Farbstoffe

Techniken der dauerhaften, nämlich waschechten, Färbung von Stoffen und Garnen werden auf dem indischen Subkontinent schon seit vier Jahrtausenden praktiziert, während sie in Europa erst seit dem 17. Jahrhundert bekannt sind, und auch hier das Tragen von bunt gefärbten Stoffen vorerst der Aristokratie vorbehalten blieb. Bei vielen natürlichen Farbstoffen wird das Problem der Dauerhaftigkeit der Farbe durch die Verwendung von Zusatzstoffen, Beizen, gelöst, was den Färbeprozess erheblich verkompliziert und ein hohes Maß an Erfahrung voraussetzt. Zu den wichtigsten natürlichen Farbstoffen gehören Indigo, Gelbwurz, die Rinde des Granatapfelbaums, Krapp, Alizarin, Eisen, Rohzucker und Kichererbsenmehl.

Stickereikunst in Indien

Der Westen Indiens und die angrenzenden Regionen in Pakistan gehören zu den weltweit bedeutendsten Zentren der Stickereikunst. Die arbeitsintensive Kunst konnte sich gerade in dieser ariden Region mit ihrem kargen saisonalen Regenfeldbau und nomadisierender Viehzucht während der langen Trockenmonate zu höchster Blüte entfalten. Man sagt, dass die Farbenfreudigkeit der Gebrauchstextilien solle bewusst einen Kontrast zu der ansonsten eintönigen, kargen Landschaft herstellen. Kleidung, Wandbehänge, Steppdecken für die kalten Wintermonate werden nach wie vor reichhaltig bestickt und mit Troddeln, Glasperlen und kleinsten Spiegelchen versehen. Bei den figürlichen Ornamenten sind teilweise stark abstrahierte Pfauen-, Skorpions- und Blumenmotive vorherrschend.

Web- und Stickkunst der Akha

Jeder Stamm, jede Gruppe hat eine eigene, lebendige Tradition, Mythologie, Sprache, Geschichte, soziale Struktur und eine eigene Art, Textilien zu weben und sie zu tragen. Das Bergvolk der Akha lebt vorwiegend rund um die Region Chiang Rai im äußersten Norden Thailands. Als unverwechselbares Erkennungsmerkmal der ursprünglich aus Tibet stammenden Akha gilt der aufwendige Kopfschmuck aus Silbermünzen, Perlenschnüren und Federn, den die Akha Frauen als Teil ihrer traditionellen Bekleidung tragen. Der Stamm der Akha gilt unter den Bergvölkern Thailands als der ärmste. Das Möbeldepot unterstützt diese Gruppe mit dem regelmäßigen Einkauf zu fairen Preisen und ermöglicht dadurch für dieses Volk eine kontinuierliche Einnahmequelle die den Lebensunterhalt sichern.

Stickerei und Kunsthandwerk der Hmongs

Die ersten Hmong oder Meo (Miao), wie sie die Thais nennen, kamen bereits Ende des 19. Jahrhunderts von Südchina über Vietnam und Laos nach Thailand. Heute siedeln rund 130.000 von ihnen in den nordthailändischen Provinzen Chiang Mai, Chiang Rai, Tak und Nan. Die Hmongs werden gemäß eigenen Angaben seit Jahren Opfer gewaltsamen Verfolgung in Laos. und flüchten deswegen oft in die Bergwelt Nordthailands, wo sie mit Landwirtschaft und Kunsthandwerk ihren Lebensunterhalt verdienen. Das Möbeldepot gewährleistet durch den Kauf dieser Produkte den Hmongs ein regelmäßiges Einkommen zu sichern.

Pakko und Suf

Pakko und Suf werden von der Gruppe der Sodha Rajputs und der Meghwars praktiziert. Sodha Rajputs sind kleinbäuerliche Hindus, die erst während des indo-pakistanischen Krieges 1971 nach Indien geflohen sind, wo sie die Stickereistile stark beeinflusst haben. Meghwars sind Harijans (d.h. kastenlose Hindus oder Unberührbare), die aus Marwar in Rajasthan stammen und ursprünglich in der Weberei und Lederverarbeitung tätig sind. Ihre enge Interaktion mit Muslimen hat eine interessante Vermischung der jeweiligen kulturellen Stilrichtungen bewirkt. Pakko bedeutet ›reif‹ oder ›solide‹ und steht für eine der wichtigsten Stilrichtungen. Charakteristisch sind flächig gestickte und in der Regel symmetrisch angeordnete Blumen und Blattmotive, die oftmals mit kleinen Spiegeln versehen sind. Das verlangt ein sehr geübtes Auge und einen ausgeprägten Sinn für Geometrie, zumal die Motive nicht vorgezeichnet werden.

Neran

Neran bezeichnet einen ebenfalls von oben erwähnten Gruppen praktizierten Stil, bei dem sich kleine, im Knopflochstich gearbeitete Winkel zu größeren quadratischen oder kreisförmigen Mustern zusammenfügen. Den charakteristischen Winkeln schuldet der Stil auch seine Bezeichnung: Neran bedeutet wörtlich ›Augenbraue‹. Der Neran-Stil wird oft mit Pakko kombiniert.

Mutwa

Die Mutwa sind als eine kleine Gruppe muslimischer Viehzüchter innerhalb der vergangenen 500 Jahre aus dem Sindh im heutigen Pakistan in den angrenzenden, sehr trockenen Norden Kacchs immigriert, wo sie heute in nur elf Dörfern leben. Die traditionelle Lebensgrundlage der Viehzucht ist durch Trockenheit in zunehmendem Maße bedroht. Der gleichnamige Mutwa-Stil zeichnet sich durch seine extreme Feinheit und florale Ornamentik in einer Kombination aus Kett- und Heftstichen aus, die einer geometrischen Grundanlage folgt und mit winzigen runden Spiegelchen versehen ist.

Jat

Die Jat sind Muslime, die in den letzten 500 Jahren aus dem heutigen Belutschistan über den Sindh nach Kacch gewandert sind. Der Stil der Landwirtschaft betreibenden ›Garasia Jat‹ ist durch geometrisch angeordnete Kreuzstiche und die Applikation von kleinen Spiegeln gekennzeichnet. Bei der weitaus größeren Gruppe der ›Danetah Jat‹ handelt es sich um traditionell nomadisierende Viehhalter. Ihr Stil ist gekennzeichnet durch flächige, in Raupenstich aufgetragene Streifenmuster, die den Untergrund vollständig abdecken. Ganz charakteristische Motive sind stark stilisierte, kreisrunde Blumenmuster und ›Butto‹, ein aus vielen rechten Winkeln zusammengesetztes Motiv, das Gras oder eine Weide symbolisiert – eine Widerspiegelung des Weidelandes als Lebensgrundlage der Danetah Jat.

Das Volk der Rabari

Die ›Rabari‹ sind Nomaden, die ursprünglich aus der Wüste Thar stammen und unzählige Untergruppen umfassen. Sie sind Hindus und tragen auffälligen Schmuck und reich bestickte Kleidung. Ihr kräftiger, zuweilen etwas grob anmutender Stickereistil ist vom Kettstich dominiert. Die stark abstrahierten Motive zitieren aus der Rabari-Mythologie und ihrer Lebensumwelt. Weiterhin typisch für die Rabari-Stickerei ist der Gebrauch von Spiegeln in unterschiedlichen Formen. Die Rabari praktizieren ebenfalls einen Dekorationsstil namens ›Bakhiya‹, das ist ein Steppstich zur einfachen Verzierung von Bekleidung.

Sindhi Memon

Die ›Sindhi Memon‹ ist eine vor über 500 Jahren zum Islam konvertierte ethnische Gruppe mit Ursprüngen – wie ihr Name vermuten lässt – im Sindh, die überwiegend der Landwirtschaft nachgehen. Charakteristisch für den Sindhi Memon – Stil sind kreisrunde Formen und der typische ›Sindhi Stich‹, mit dem strahlenförmig von einem Mittelpunkt aus deckende Kreisflächen erzeugt werden.

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